Neue EnEV verabschiedet

30.10.2013

Die Bundesregierung hat am 16. Oktober 2013 die Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) mit den vom Bundesrat vorgesehenen Änderungen beschlossen.

Kernelement der Novelle ist eine Anhebung der Effizienzanforderungen für Neubauten um einmalig 25 Prozent ab 01. Januar 2016. Bestandsgebäude sind von diesen Verschärfungen ausgenommen. Zudem soll die Bedeutung des Energieausweises als Informationsinstrument für die Verbraucherinnen und Verbraucher gestärkt werden.

Der Bundesrat hatte am 11. Oktober 2013 der Vorlage der Bundesregierung weitgehend zugestimmt. Auf Wunsch des Bundesrates werden zusätzliche Effizienzklassen für Gebäude in Energieausweisen und Immobilienanzeigen eingeführt, um die Transparenz auf dem Immobilienmarkt weiter zu verbessern. Zudem sollen auf Verlangen des Bundesrates ab dem Jahr 2015 so genannte Konstanttemperatur-Heizkessel (Standard-Heizkessel, die ihre Temperatur nicht, wie moderene, der gefragten Heizleistung entsprechend anpassen) nach 30 Betriebsjahren stillgelegt werden. Ausgenommen sind selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser.

Die Neuregelungen treten im Wesentlichen erst sechs Monate nach der Verkündung in Kraft, somit voraussichtlich im Frühjahr 2014. Planern und Bauwirtschaft soll damit ausreichend Zeit gegeben werden, um sich auf die neuen Vorgaben der EnEV einzustellen.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat einen Überblick über die wesentlichen neuen Regelungsinhalte veröffentlicht.


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